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PRESSEMITTEILUNG

Initiative Musik stärkt Kurztourförderung

  • Jens Michow „Die Kurztourförderung der Initiative Musik hat einen substantiellen Anteil am Musikexport aus Deutschland. Das Förderinstrument füllt die Lücke zwischen Kosten und Auftrittseinnahmen und ermöglicht es Künstlern damit, sich auch auf internationalen Märkten zu etablieren.“
  • Seit 2010 wurden über 600 Kurztourförderungsanträge bewilligt
  • Ab Juli 2017 gelten neue Fördergrundsätze

Berlin, 30. Juni 2017


Neben der Künstlerförderung zählt die Kurztourförderung zu den Herzstücken der Förderarbeit der Initiative Musik. „Das Programm ermöglicht Künstlern die Wahrnehmung von Auftrittsangeboten aus dem Ausland, wenn die Veranstaltungshonorare für deren Finanzierung nicht ausreichen. Voraussetzung für die Bewilligung eines Förderantrags ist es, dass der Auftritt aus Sicht der Juroren die Chance bietet, den Künstler auf dem jeweiligen Auslandsmarkt zu etablieren und damit seine Karriere insgesamt voran zu bringen. Wir haben mit der Kurztourförderung ein Förderinstrument geschaffen, welches einen wesentlichen Anteil daran hat, dass in Deutschland lebende Künstler auch zunehmend international erfolgreich sind“, erläutert Prof. Jens Michow, Aufsichtsratsmitglied der Initiative Musik und Mitglied der Kurztour-Jury. Bei der Initiative Musik wurden seit Beginn des Programms vor sieben Jahren mehr als 1.200 Anträge gestellt. Bislang konnten über 600 Förderungen gewährt werden. „Diese Zahlen veranschaulichen überzeugend sowohl den Bedarf als auch die Breite, in welcher sich dieses Programm in der Künstlerszene durchgesetzt hat", so Michow.


Prof. Jens Michow

Ab 1. Juli 2017 gelten neue Fördergrundsätze für das Kurztourprogramm. Dabei wurden die Kernmärkte Europa, China, Japan, Nordamerika und Kanada um Australien ergänzt und die maximal möglichen Fördervolumina erhöht. Für Showcase-Auftritte und Supporttouren ist künftig pro Bandmitglied ein Zuschuss in Höhe von bis zu 600 Euro für Auftritte im europäischen Ausland und 1.000 Euro im außereuropäischen Ausland möglich. Dazu kann pro Antrag weiterhin ein unveränderter Marketingzuschuss von bis zu 1.000 Euro beantragt werden. Die gesamte Fördersumme darf 50 Prozent der Gesamtkosten nicht übersteigen.

Anträge sind spätestens fünf Wochen vor Antritt der Konzertreise zu stellen. Die Entscheidungen trifft eine Jury, bestehend aus der stellvertretenden Geschäftsführerin des Deutschen Musikverlegerverbands Birgit Böcher, der Jazzsängerin Réka und Prof. Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft, stets zeitnah nach Eingang des Antrages. 2016 wurden 110 Kurztourförderungen bewilligt.

Gurr
Ein aktuelles Beispiel, das zeigt, was die Kurztourförderung ermöglichen kann, ist der internationale Erfolg der Rockband Gurr. „Wir haben das Duo für ihre Auftritte zur SXSW in Amerika und in Großbritannien gefördert. Gurr konnten sich in kürzester Zeit an zwei der größten Musikmärkte einen Namen machen und sowohl Journalisten als auch Musikfans überzeugen“, sagt Birgit Böcher, die die Antragssteller berät. Die Berlinerinnen haben beispielsweise neben ihren Auftritten in Bristol, Manchester und London eine Session in den legendären Maida Vale Studios für BBC Radio 1 gespielt. In den USA wurde die Band zur SXSW u.a. beim Musikblog Stereogum und dem amerikanischen Radionetzwerk NPR als ein Top-Newcomer des Jahres vorgestellt. „Dies wäre nicht möglich gewesen, wenn die Band nicht in den USA gespielt und sie nicht die Förderung durch die Initiative Musik erhalten hätte. Ein schönes Beispiel dafür, dass das Programm nachhaltig wirkt“,  erklärt Böcher. 

Birgit Böcher


Künstler und Bands wie Roosevelt aus Köln oder White Wine aus Leipzig, deren Teilnahme am Eurosonic Festival in Groningen von der Initiative Musik gefördert wurde, sind weitere aktuelle Beispiele für den Erfolg des Programms. Sie spielen auf zahlreichen größeren europäischen Festivals, die sich aus der im Januar geförderten Auslandspräsenz ergeben haben. So ist z.B. Roosevelt am letzten Wochenende beim Festival Down The Rabbit Hole in den Niederlanden aufgetreten. Auch die Veranstalter des international renommierten Montreux Jazz Festival und des OpenAir St.Gallen wurden in Groningen auf den Elektropopper aufmerksam und verpflichteten ihn in der Folge. Für die Leipziger Avandgarde-Rockband White Wine war der geförderte Auftritt in Groningen auch der Auftakt für weitere Auslandskonzerte wie z.B. beim Rock For People in der Tschechischen Republik, dem Pohoda Festival in der Slowakei und dem Food For Your Senses Festival in Luxemburg.


Roosevelt


Die Projektmittel für die Kurztourförderung werden der Initiative Musik ebenso wie bei der Künstler-, Infrastruktur- und Clubförderung über den Haushalt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Verfügung gestellt. Die Initiative Musik wird getragen von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und dem Deutschen Musikrat sowie finanziell unterstützt von GVL und GEMA, die die Geschäftsstelle in Berlin ermöglichen.

Weitere Informationen zur Kurztourförderung der Initiative Musik: www.initiative-musik.de/kurztour


Downloads

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(2) Fotos zur Pressemitteilung


Mit herzlichen Grüßen

Michael Wallies
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Initiative Musik


Förderer Initiative Musik

Die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH ist die zentrale Fördereinrichtung der Musikwirtschaft und Bundesregierung für Rock-, Pop- und Jazzmusik in Deutschland. Die Initiative Musik fördert die Präsentation und Verbreitung von Musik aus Deutschland im In- und Ausland. Sie unterstützt den musikalischen Nachwuchs aus Deutschland, Musiker mit einem Migrationshintergrund sowie Livemusik-Spielstätten. Sie wird getragen von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und dem Deutschen Musikrat. Finanziell wird sie unterstützt von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechen (GVL) und der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA). Fördergeber sind u.a. die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und das Auswärtige Amt.

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